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Digitale Eingangstür ins Gesundheitssystem: Wer baut sie?
Die digitale Eingangstür ins Gesundheitssystem entscheidet über die Versorgung der Zukunft, nicht der Hausarzt. Wer ePA, Triage und Überweisung kontrolliert, steuert den Zugang zum ganzen System.


Wenn fast alle Behandelnden KI längst privat nutzen, aber kaum zugelassene Werkzeuge existieren, dann ist genau diese Auffahrt der Weg, aus Schatten-KI legitime Versorgungs-KI zu machen
Die wichtigste Frage im deutschen Gesundheitswesen lautet nicht mehr, ob KI kommt, sondern wer die digitale Eingangstür ins System baut, sowohl für Patient:innen als auch für medizinisches Fachpersonal. Die Antwort heißt künftig weder Hausarzt noch Krankenhaus, sondern ein digitaler Navigationslayer auf Basis der elektronischen Patientenakte. Während die Politik über den Gatekeeper und das Primärarztsystem streitet, ist die eigentliche Infrastruktur-Entscheidung längst gefallen. Wer die Akte verwaltet, die Triage anbietet und die Überweisung steuert, sitzt an der Eingangstür und gestaltet damit die Versorgung. Genau hier entscheidet sich in den nächsten 18 Monaten, welche Rolle Krankenkassen, Ärzteschaft und regulierte KI-Anbieter im umgebauten System spielen.
Warum medizinisches Fachpersonal KI längst nutzt, nur nicht im System
Auf einem Panel bei der HLTH Europe in Amsterdam wurde ein Widerspruch sichtbar, der das ganze Thema trägt. Auf die Frage, wer KI nutze, hob der ganze Saal die Hand. Jonas Marcello vom Bundesministerium für Gesundheit zeigte dann Umfragen mit einem anderen Bild: Ein Großteil der medizinischen Fachkräfte gibt an, im klinischen Setting noch keine KI zu nutzen, schlicht weil es dort kaum zugelassene Werkzeuge gibt. Fast alle nutzen KI aber längst privat, auf dem eigenen Smartphone, auch für medizinische Fragen.
Die Nachfrage ist also schon da. Sie läuft nur außerhalb des Systems, als Schatten-KI. Die eigentliche Chance der nächsten Jahre besteht nicht darin, diese Nachfrage zu wecken, sondern ihr ein sicheres, zugelassenes Zuhause zu bauen. Auf der Bühne saßen an diesem Tag eine Krankenkasse, ein Ministerium und zwei europäische Medical-KI-Firmen. Auf dem Papier vier Vorträge über Care Coordination und KI, in Wahrheit vier Akteure, die denselben Möglichkeitsraum gestalten, jeder aus einem anderen Stockwerk. Ich würde das nicht als Verteilungskampf beschreiben, sondern als Umbau im Maschinenraum, bei dem zum ersten Mal seit Jahren wirklich etwas möglich wird.
Die Techniker Krankenkasse möchte Koordinatorin der Versorgung werden, mit KI als Werkzeug. Das Ministerium erklärte, wie Regulierung durch Reallabore, Datennutzung und Compliance Innovation eher beschleunigen als bremsen soll. AMBOSS zeigte, wie klinisches Wissensmanagement per KI funktioniert, und arbeitet nach eigener Aussage selbst an einem Scribe, also automatischer Dokumentation. Das ist bemerkenswert, denn 95 Prozent der Ärzte in Deutschland nutzen AMBOSS, und das Unternehmen ist eines der wenigen deutschen Unicorns im Gesundheitsbereich. Den Gründer Dr. Sievert Weiss hatte ich schon im Podcast zu Gast [LINK: Dr. Sievert Weiss]. Tandem Health wiederum, deren AI-Scribe wir kennen, hat auf der HLTH ein Decision Support als MDR-Medizinprodukt der Klasse IIa gelauncht. AMBOSS und Tandem kommen aus entgegengesetzten Ecken, Wissen hier, Dokumentation dort, und bewegen sich beide in dieselbe Richtung: zum durchgängigen klinischen Assistenten in Klinik und Praxis. Die Linien laufen aufeinander zu.
Warum das Primärarztsystem als Gatekeeper nicht funktioniert
Deutschland baut sein System gerade um eine Idee herum, die es jahrzehntelang abgelehnt hat: Steuerung. Wir sind das Land der freien Arztwahl, der direkten Facharzttermine, des ich geh halt selbst zum Orthopäden. Der Koalitionsvertrag 2025 will damit brechen und ein verbindliches Primärarztsystem einführen, mit der Hausärztin als erster Anlaufstelle und Gatekeeperin.
Ausgerechnet jetzt liefert die größte Kasse des Landes den unbequemsten Datenpunkt: So funktioniert es nicht. Eine Evaluation des Hamburg Center for Health Economics unter Jonas Schreyögg hat die Hausarztzentrierte Versorgung anhand der TK-Verträge in 13 Bundesländern untersucht. Das Ergebnis: Die Hausarztkontakte sanken minimal, um rund 0,2 pro Jahr, die Facharztkontakte stiegen sogar um rund 1,2, das Gegenteil des Gewünschten. Weniger Klinikaufenthalte? Fehlanzeige. Stattdessen über 160 Millionen Euro Mehrkosten pro Jahr allein bei der TK. Eine lineare Hochrechnung der Kasse landet im Milliardenbereich, aber das ist eine Extrapolation, keine Studienaussage, und Hausärzteverband wie Virchowbund verweisen auf frühere, positivere Evaluationen aus Baden-Württemberg.
Trotzdem verschärft der Befund die Debatte über Gatekeeping ausgerechnet bei dem Modell, das als Blaupause für die Reform galt. Und er ist kein Zufall, er ist ein Positionspapier. Die TK sagt damit: Nicht der Hausarzt soll allein steuern, sondern etwas anderes.
Ist die ePA die eigentliche Eingangstür ins Gesundheitssystem?
Während alle über den Gatekeeper streiten, ist die Infrastruktur-Entscheidung längst gefallen. Sie heißt nicht Hausarzt, sondern elektronische Patientenakte. Seit Januar 2025 wird die ePA automatisch angelegt, wenn man nicht widerspricht. Rund 70 Millionen Akten existieren, seit Oktober 2025 sind Praxen, Kliniken und Apotheken zur Nutzung verpflichtet. Der ehrliche Haken: Angelegt ist nicht genutzt. Aktiv verwenden sie heute nur rund vier Millionen Menschen, bis 2030 sollen es über 20 Millionen sein.
Entscheidend ist, was aus ihr werden soll. In der Digitalstrategie Gemeinsam Digital 2026 beschreibt das BMG die ePA nicht mehr als Datenspeicher, sondern als navigatorisches Element, als einfachsten Einstieg ins System. Angedockt werden eine qualitätsgesicherte digitale Ersteinschätzung, eine Terminvermittlung und die elektronische Überweisung, Versorgungswege, angestoßen und gesteuert aus einer App. Das ist der eigentliche Plan. Nicht die Hausärztin wird zur Koordinatorin, sondern ein digitaler Navigationslayer auf Basis der ePA. Und genau deshalb begrüßt die TK die Strategie so laut: Wer die Akte verwaltet, sitzt an der Eingangstür.
Aus dieser Vision wird gerade Recht. Seit dem 6. Mai 2026 liegt der Referentenentwurf des GeDIG vor, des Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen. Es macht den Navigationslayer operativ: digitaler Versorgungseinstieg über die ePA-App der Kassen, elektronische Überweisung, eine stärkere gematik. Der Kern sind erweiterte Rechte für Krankenkassen, Versichertendaten auszuwerten und bei Dritten zu erheben, plus eigene Reallabore, in denen sie datengestützte Versorgung und Prävention erproben dürfen. Hier verläuft auch eine Konfliktlinie. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte nennt es einen gefährlichen Paradigmenwechsel, wenn Kassen in die Behandlungssteuerung bis hin zu Therapieempfehlungen hineinreichen. Der vdek begrüßt das Gesetz. Das strukturelle Gegenstück, ein eigenes Primärversorgungsgesetz, soll im Sommer 2026 folgen und ab 2028 wirken.
Dazu kommt die regulatorische Auffahrt für die KI, oft verwechselt in zwei Reallaboren. Das eine ist die allgemeine AI-Act-Schiene der Bundesnetzagentur, die jeder EU-Staat bis zum 2. August 2026 vorhalten muss. Das andere baut das BMG gerade selbst: gesundheitsspezifische KI-Reallabore, Markterkundung seit Anfang Mai 2026, finanziert aus dem Infrastruktur-Sondervermögen, mit Blueprints für Konformitätsunterlagen bis Ende 2028. Bewerben kann man sich aktuell noch. Der Staat legt damit nicht nur die Datenschicht mit der ePA, sondern auch die regulatorische Auffahrt, über die entschieden wird, welche KI in die Versorgung gelangt. Wenn fast alle Behandelnden KI längst privat nutzen, aber kaum zugelassene Werkzeuge existieren, dann ist genau diese Auffahrt der Weg, aus Schatten-KI legitime Versorgungs-KI zu machen. Nicht verbieten, sondern einen sicheren Ort schaffen, an dem aus dem privaten Smartphone-Hack ein zugelassenes Werkzeug wird.
Wer besetzt die Patiententür zum Gesundheitssystem?
Auf dem Panel ist mir eine Leerstelle aufgefallen: AMBOSS und Tandem bauen brillante Werkzeuge, aber beide bauen für die Behandelnden. Der Patient kommt in ihrer Gleichung kaum vor. Dabei beginnt die eigentliche Eingangstür nicht in der Praxis, sondern mit der ersten Frage, die sich ein Mensch stellt, meist abends, allein, mit dem Smartphone in der Hand. Wer diese erste Frage besetzt, gestaltet die Tür.
Hier bewegen sich drei sehr unterschiedliche Akteure. Prof. Valmed, das in Deutschland gebaute System, das als erster LLM-basierter Entscheidungssupport überhaupt eine MDR-Zulassung als Medizinprodukt der Klasse IIb erreicht hat, kündigt eine patientenseitige Version an, mit validiertem, kuratiertem Medizinwissen, jetzt auch für Laien. Die Gründerin Dr. Vera Roedel hatte ich ebenfalls im Podcast zu Gast [LINK: Dr. Vera Roedel]. Die GKV selbst baut mit dem digitalen Versorgungseinstieg des GeDIG über die ePA-App eine patientenseitige Eingangstür, gebaut vom Kostenträger. Und ChatGPT Health: OpenAI hat im Januar 2026 zuerst die Patientenversion in den USA gelauncht, verknüpft mit Laborwerten, Befunden, sogar Versicherungsunterlagen, und erst im April die Variante für Ärzt:innen nachgeschoben. Consumer first, die umgekehrte Reihenfolge zu allem, was auf unserer Bühne saß.
Ich bin dabei nicht naiv. KI-gesteuertes Gesundheitssystem ist als Slogan zu groß. KI ist heute eine Ermöglichungsschicht, nicht der Steuerungsmechanismus. Die realen Erfolgsmaße bleiben banal: Beitragssatzstabilität, aktive ePA-Nutzung, vermiedene Doppeluntersuchungen. Und die Patiententür ist heute noch wackelig. Eine unabhängige Studie von Mount Sinai in Nature Medicine vom Februar 2026 fand bei ChatGPT Health erhebliche Fehleinschätzungen: über die Hälfte echter Notfälle, 52 Prozent, wurde untertriagiert, gleichzeitig wurden viele harmlose Fälle übertriagiert. Genau deshalb ist einfach machen lassen keine Option und verbieten ebenso wenig. Der einzige tragfähige Weg liegt dazwischen: validierte Werkzeuge, klare Zweckbestimmung, sichere Plattform. Dazu kommt die Regulatorik: Sobald KI-Software eine medizinische Zweckbestimmung hat, ist sie unter dem AI Act Hochrisiko und muss ab dem 2. August 2027 MDR und AI Act gleichzeitig erfüllen. Die Grenze zwischen dem Erklären und dem Beeinflussen einer Entscheidung ist scharf und im KI-Zeitalter extrem leicht zu übersehen.
Wer die Eingangstür besitzt, besitzt die Versorgung
Der Umbau läuft nicht über den Hausarzt, sondern über den Layer. Wer 2026 nur auf das Primärarztsystem starrt, übersieht, dass ePA, Triage und Überweisung längst die eigentliche Steuerung bilden. Das GeDIG verschiebt diese Tür spürbar Richtung Krankenkassen. Das ist legitim, aber es ist eben auch eine Machtfrage. Ich hoffe nicht, dass die GKVen anfangen, alle Lösungen selber zu bauen, denn es gibt funktionierende Systeme, etwa für Termine, auf die man aufbauen und mit denen man kooperieren könnte.
Es ist ein gemeinsamer Möglichkeitsraum, kein Nullsummenspiel. Kassen mit den Daten, Ärzteschaft mit der klinischen Hoheit, G-BA mit den Leistungsregeln und regulierte KI-Anbieter mit der zertifizierten Navigation gestalten dieselbe neue Eingangsschicht, jeder mit einem Teil, den die anderen nicht haben. Wer es schafft, diese Teile zusammenzubringen, gewinnt am meisten. Dabei ist die teuerste Schicht die regulierte: Ein zertifiziertes Medizinprodukt ist schwerer zu verdrängen als Geld oder Wissen, und genau dort entstehen die Burggräben.
Die Chance ist groß, wenn Steuerung Patientennutzen meint und nicht nur eine schönere Oberfläche. Mit interoperablen Daten und durchdachten Prozessen wird aus Gatekeeping echte Orientierung, Menschen finden schneller zur richtigen Versorgung. Der größte Hebel ist die Patiententür, und sie ist noch zu gestalten. AMBOSS und Tandem bauen für Profis, aber wer die erste Frage der Patient:innen beantwortet, ob Prof. Valmeds kommende Laien-Version, die ePA-App der Kassen oder Player wie Doctolib, gestaltet den Zugang zum ganzen System. Hier ist für deutsche und europäische Player gerade am meisten zu gewinnen. Die spannende Frage der nächsten 18 Monate ist nicht, ob KI ins deutsche Gesundheitssystem kommt. Sie ist längst da. Die Frage ist, wie wir der vorhandenen Nachfrage eine sichere, zugelassene Eingangstür bauen und wer sie gemeinsam baut.
Quellen
BMG-Digitalstrategie „Gemeinsam Digital 2026"
GeDIG-Referentenentwurf (06.05.2026) und Stellungnahmen von KBV, vdek, AOK, BVKJ
HCHE/Schreyögg-Evaluation der TK-HzV-Verträge
Bundesnetzagentur und BMG zu KI-Reallaboren
Prof. Valmed (erste MDR-Klasse-IIb-Zulassung für LLM-Entscheidungssupport, VDE/AIQ) und angekündigte Patientenversion
ChatGPT Health (OpenAI, Launch 07.01.2026) sowie Mount-Sinai-/Nature-Medicine-Triage-Studie (Feb. 2026)
HLTH-Europe-Panel „AI, Care Coordination & the Future of Healthcare"
Pro Tipp
Wer heute ein Digital-Health-Produkt baut, sollte die Grenze zwischen Information und Entscheidungssteuerung sehr genau kennen: Sobald eine KI-Software eine medizinische Zweckbestimmung hat, ist sie unter dem AI Act Hochrisiko und muss ab dem 2. August 2027 MDR und AI Act gleichzeitig erfüllen. Bewerben Sie sich frühzeitig um einen Platz in den gesundheitsspezifischen KI-Reallaboren des BMG, denn wer die Blueprints für Konformitätsunterlagen mitgestaltet, prägt die Spielregeln für den gesamten Markt. Und richten Sie den Blick auf die Patiententür: Dort, wo die erste Frage abends am Smartphone gestellt wird, ist für europäische Player aktuell am meisten zu gewinnen.
FAQ
F: Was ist die digitale Eingangstür ins Gesundheitssystem?
A: Gemeint ist ein digitaler Navigationslayer auf Basis der elektronischen Patientenakte, der den Einstieg ins Gesundheitssystem steuert. Angedockt werden eine qualitätsgesicherte digitale Ersteinschätzung, Terminvermittlung und elektronische Überweisung, angestoßen aus einer App. Nicht der Hausarzt, sondern wer diese Akte verwaltet und die Versorgungswege steuert, sitzt an der Eingangstür.
F: Was regelt das GeDIG im Gesundheitswesen?
A: Das GeDIG, das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen, liegt seit dem 6. Mai 2026 als Referentenentwurf vor. Es macht den digitalen Versorgungseinstieg über die ePA-App der Kassen operativ, stärkt die gematik und erweitert die Rechte der Krankenkassen, Versichertendaten auszuwerten und in eigenen Reallaboren datengestützte Versorgung zu erproben. Kritiker wie der BVKJ sehen darin einen gefährlichen Paradigmenwechsel, weil Kassen bis in die Behandlungssteuerung hineinreichen.
F: Warum funktioniert das Primärarztsystem als Gatekeeper nicht?
A: Eine Evaluation des Hamburg Center for Health Economics unter Jonas Schreyögg untersuchte die Hausarztzentrierte Versorgung anhand der TK-Verträge in 13 Bundesländern. Die Hausarztkontakte sanken nur minimal, die Facharztkontakte stiegen sogar, und es entstanden über 160 Millionen Euro Mehrkosten pro Jahr allein bei der TK. Der Befund verschärft die Debatte über Gatekeeping ausgerechnet bei dem Modell, das als Blaupause für die geplante Reform galt.
F: Wie zuverlässig ist ChatGPT Health für die medizinische Ersteinschätzung?
A: Eine unabhängige Studie von Mount Sinai in Nature Medicine vom Februar 2026 fand erhebliche Fehleinschätzungen. Über die Hälfte echter Notfälle, 52 Prozent, wurde untertriagiert, während viele harmlose Fälle übertriagiert wurden. Deshalb ist weder freies Gewährenlassen noch ein Verbot tragfähig, sondern nur der Mittelweg aus validierten Werkzeugen, klarer Zweckbestimmung und sicherer Plattform.
Fazit
Nicht der Hausarzt entscheidet über die Zukunft der Versorgung, sondern wer den digitalen Navigationslayer aus ePA, Triage und Überweisung kontrolliert. Das GeDIG verschiebt diese Macht spürbar Richtung Krankenkassen, doch der eigentliche Gewinn liegt in der Patiententür, die bislang niemand überzeugend besetzt. Wer validierte, zertifizierte Werkzeuge mit echtem Patientennutzen zusammenbringt, statt nur eine schönere Oberfläche zu bauen, gestaltet den Zugang zum gesamten System.
Die wichtigste Frage im deutschen Gesundheitswesen lautet nicht mehr, ob KI kommt, sondern wer die digitale Eingangstür ins System baut, sowohl für Patient:innen als auch für medizinisches Fachpersonal. Die Antwort heißt künftig weder Hausarzt noch Krankenhaus, sondern ein digitaler Navigationslayer auf Basis der elektronischen Patientenakte. Während die Politik über den Gatekeeper und das Primärarztsystem streitet, ist die eigentliche Infrastruktur-Entscheidung längst gefallen. Wer die Akte verwaltet, die Triage anbietet und die Überweisung steuert, sitzt an der Eingangstür und gestaltet damit die Versorgung. Genau hier entscheidet sich in den nächsten 18 Monaten, welche Rolle Krankenkassen, Ärzteschaft und regulierte KI-Anbieter im umgebauten System spielen.
Warum medizinisches Fachpersonal KI längst nutzt, nur nicht im System
Auf einem Panel bei der HLTH Europe in Amsterdam wurde ein Widerspruch sichtbar, der das ganze Thema trägt. Auf die Frage, wer KI nutze, hob der ganze Saal die Hand. Jonas Marcello vom Bundesministerium für Gesundheit zeigte dann Umfragen mit einem anderen Bild: Ein Großteil der medizinischen Fachkräfte gibt an, im klinischen Setting noch keine KI zu nutzen, schlicht weil es dort kaum zugelassene Werkzeuge gibt. Fast alle nutzen KI aber längst privat, auf dem eigenen Smartphone, auch für medizinische Fragen.
Die Nachfrage ist also schon da. Sie läuft nur außerhalb des Systems, als Schatten-KI. Die eigentliche Chance der nächsten Jahre besteht nicht darin, diese Nachfrage zu wecken, sondern ihr ein sicheres, zugelassenes Zuhause zu bauen. Auf der Bühne saßen an diesem Tag eine Krankenkasse, ein Ministerium und zwei europäische Medical-KI-Firmen. Auf dem Papier vier Vorträge über Care Coordination und KI, in Wahrheit vier Akteure, die denselben Möglichkeitsraum gestalten, jeder aus einem anderen Stockwerk. Ich würde das nicht als Verteilungskampf beschreiben, sondern als Umbau im Maschinenraum, bei dem zum ersten Mal seit Jahren wirklich etwas möglich wird.
Die Techniker Krankenkasse möchte Koordinatorin der Versorgung werden, mit KI als Werkzeug. Das Ministerium erklärte, wie Regulierung durch Reallabore, Datennutzung und Compliance Innovation eher beschleunigen als bremsen soll. AMBOSS zeigte, wie klinisches Wissensmanagement per KI funktioniert, und arbeitet nach eigener Aussage selbst an einem Scribe, also automatischer Dokumentation. Das ist bemerkenswert, denn 95 Prozent der Ärzte in Deutschland nutzen AMBOSS, und das Unternehmen ist eines der wenigen deutschen Unicorns im Gesundheitsbereich. Den Gründer Dr. Sievert Weiss hatte ich schon im Podcast zu Gast [LINK: Dr. Sievert Weiss]. Tandem Health wiederum, deren AI-Scribe wir kennen, hat auf der HLTH ein Decision Support als MDR-Medizinprodukt der Klasse IIa gelauncht. AMBOSS und Tandem kommen aus entgegengesetzten Ecken, Wissen hier, Dokumentation dort, und bewegen sich beide in dieselbe Richtung: zum durchgängigen klinischen Assistenten in Klinik und Praxis. Die Linien laufen aufeinander zu.
Warum das Primärarztsystem als Gatekeeper nicht funktioniert
Deutschland baut sein System gerade um eine Idee herum, die es jahrzehntelang abgelehnt hat: Steuerung. Wir sind das Land der freien Arztwahl, der direkten Facharzttermine, des ich geh halt selbst zum Orthopäden. Der Koalitionsvertrag 2025 will damit brechen und ein verbindliches Primärarztsystem einführen, mit der Hausärztin als erster Anlaufstelle und Gatekeeperin.
Ausgerechnet jetzt liefert die größte Kasse des Landes den unbequemsten Datenpunkt: So funktioniert es nicht. Eine Evaluation des Hamburg Center for Health Economics unter Jonas Schreyögg hat die Hausarztzentrierte Versorgung anhand der TK-Verträge in 13 Bundesländern untersucht. Das Ergebnis: Die Hausarztkontakte sanken minimal, um rund 0,2 pro Jahr, die Facharztkontakte stiegen sogar um rund 1,2, das Gegenteil des Gewünschten. Weniger Klinikaufenthalte? Fehlanzeige. Stattdessen über 160 Millionen Euro Mehrkosten pro Jahr allein bei der TK. Eine lineare Hochrechnung der Kasse landet im Milliardenbereich, aber das ist eine Extrapolation, keine Studienaussage, und Hausärzteverband wie Virchowbund verweisen auf frühere, positivere Evaluationen aus Baden-Württemberg.
Trotzdem verschärft der Befund die Debatte über Gatekeeping ausgerechnet bei dem Modell, das als Blaupause für die Reform galt. Und er ist kein Zufall, er ist ein Positionspapier. Die TK sagt damit: Nicht der Hausarzt soll allein steuern, sondern etwas anderes.
Ist die ePA die eigentliche Eingangstür ins Gesundheitssystem?
Während alle über den Gatekeeper streiten, ist die Infrastruktur-Entscheidung längst gefallen. Sie heißt nicht Hausarzt, sondern elektronische Patientenakte. Seit Januar 2025 wird die ePA automatisch angelegt, wenn man nicht widerspricht. Rund 70 Millionen Akten existieren, seit Oktober 2025 sind Praxen, Kliniken und Apotheken zur Nutzung verpflichtet. Der ehrliche Haken: Angelegt ist nicht genutzt. Aktiv verwenden sie heute nur rund vier Millionen Menschen, bis 2030 sollen es über 20 Millionen sein.
Entscheidend ist, was aus ihr werden soll. In der Digitalstrategie Gemeinsam Digital 2026 beschreibt das BMG die ePA nicht mehr als Datenspeicher, sondern als navigatorisches Element, als einfachsten Einstieg ins System. Angedockt werden eine qualitätsgesicherte digitale Ersteinschätzung, eine Terminvermittlung und die elektronische Überweisung, Versorgungswege, angestoßen und gesteuert aus einer App. Das ist der eigentliche Plan. Nicht die Hausärztin wird zur Koordinatorin, sondern ein digitaler Navigationslayer auf Basis der ePA. Und genau deshalb begrüßt die TK die Strategie so laut: Wer die Akte verwaltet, sitzt an der Eingangstür.
Aus dieser Vision wird gerade Recht. Seit dem 6. Mai 2026 liegt der Referentenentwurf des GeDIG vor, des Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen. Es macht den Navigationslayer operativ: digitaler Versorgungseinstieg über die ePA-App der Kassen, elektronische Überweisung, eine stärkere gematik. Der Kern sind erweiterte Rechte für Krankenkassen, Versichertendaten auszuwerten und bei Dritten zu erheben, plus eigene Reallabore, in denen sie datengestützte Versorgung und Prävention erproben dürfen. Hier verläuft auch eine Konfliktlinie. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte nennt es einen gefährlichen Paradigmenwechsel, wenn Kassen in die Behandlungssteuerung bis hin zu Therapieempfehlungen hineinreichen. Der vdek begrüßt das Gesetz. Das strukturelle Gegenstück, ein eigenes Primärversorgungsgesetz, soll im Sommer 2026 folgen und ab 2028 wirken.
Dazu kommt die regulatorische Auffahrt für die KI, oft verwechselt in zwei Reallaboren. Das eine ist die allgemeine AI-Act-Schiene der Bundesnetzagentur, die jeder EU-Staat bis zum 2. August 2026 vorhalten muss. Das andere baut das BMG gerade selbst: gesundheitsspezifische KI-Reallabore, Markterkundung seit Anfang Mai 2026, finanziert aus dem Infrastruktur-Sondervermögen, mit Blueprints für Konformitätsunterlagen bis Ende 2028. Bewerben kann man sich aktuell noch. Der Staat legt damit nicht nur die Datenschicht mit der ePA, sondern auch die regulatorische Auffahrt, über die entschieden wird, welche KI in die Versorgung gelangt. Wenn fast alle Behandelnden KI längst privat nutzen, aber kaum zugelassene Werkzeuge existieren, dann ist genau diese Auffahrt der Weg, aus Schatten-KI legitime Versorgungs-KI zu machen. Nicht verbieten, sondern einen sicheren Ort schaffen, an dem aus dem privaten Smartphone-Hack ein zugelassenes Werkzeug wird.
Wer besetzt die Patiententür zum Gesundheitssystem?
Auf dem Panel ist mir eine Leerstelle aufgefallen: AMBOSS und Tandem bauen brillante Werkzeuge, aber beide bauen für die Behandelnden. Der Patient kommt in ihrer Gleichung kaum vor. Dabei beginnt die eigentliche Eingangstür nicht in der Praxis, sondern mit der ersten Frage, die sich ein Mensch stellt, meist abends, allein, mit dem Smartphone in der Hand. Wer diese erste Frage besetzt, gestaltet die Tür.
Hier bewegen sich drei sehr unterschiedliche Akteure. Prof. Valmed, das in Deutschland gebaute System, das als erster LLM-basierter Entscheidungssupport überhaupt eine MDR-Zulassung als Medizinprodukt der Klasse IIb erreicht hat, kündigt eine patientenseitige Version an, mit validiertem, kuratiertem Medizinwissen, jetzt auch für Laien. Die Gründerin Dr. Vera Roedel hatte ich ebenfalls im Podcast zu Gast [LINK: Dr. Vera Roedel]. Die GKV selbst baut mit dem digitalen Versorgungseinstieg des GeDIG über die ePA-App eine patientenseitige Eingangstür, gebaut vom Kostenträger. Und ChatGPT Health: OpenAI hat im Januar 2026 zuerst die Patientenversion in den USA gelauncht, verknüpft mit Laborwerten, Befunden, sogar Versicherungsunterlagen, und erst im April die Variante für Ärzt:innen nachgeschoben. Consumer first, die umgekehrte Reihenfolge zu allem, was auf unserer Bühne saß.
Ich bin dabei nicht naiv. KI-gesteuertes Gesundheitssystem ist als Slogan zu groß. KI ist heute eine Ermöglichungsschicht, nicht der Steuerungsmechanismus. Die realen Erfolgsmaße bleiben banal: Beitragssatzstabilität, aktive ePA-Nutzung, vermiedene Doppeluntersuchungen. Und die Patiententür ist heute noch wackelig. Eine unabhängige Studie von Mount Sinai in Nature Medicine vom Februar 2026 fand bei ChatGPT Health erhebliche Fehleinschätzungen: über die Hälfte echter Notfälle, 52 Prozent, wurde untertriagiert, gleichzeitig wurden viele harmlose Fälle übertriagiert. Genau deshalb ist einfach machen lassen keine Option und verbieten ebenso wenig. Der einzige tragfähige Weg liegt dazwischen: validierte Werkzeuge, klare Zweckbestimmung, sichere Plattform. Dazu kommt die Regulatorik: Sobald KI-Software eine medizinische Zweckbestimmung hat, ist sie unter dem AI Act Hochrisiko und muss ab dem 2. August 2027 MDR und AI Act gleichzeitig erfüllen. Die Grenze zwischen dem Erklären und dem Beeinflussen einer Entscheidung ist scharf und im KI-Zeitalter extrem leicht zu übersehen.
Wer die Eingangstür besitzt, besitzt die Versorgung
Der Umbau läuft nicht über den Hausarzt, sondern über den Layer. Wer 2026 nur auf das Primärarztsystem starrt, übersieht, dass ePA, Triage und Überweisung längst die eigentliche Steuerung bilden. Das GeDIG verschiebt diese Tür spürbar Richtung Krankenkassen. Das ist legitim, aber es ist eben auch eine Machtfrage. Ich hoffe nicht, dass die GKVen anfangen, alle Lösungen selber zu bauen, denn es gibt funktionierende Systeme, etwa für Termine, auf die man aufbauen und mit denen man kooperieren könnte.
Es ist ein gemeinsamer Möglichkeitsraum, kein Nullsummenspiel. Kassen mit den Daten, Ärzteschaft mit der klinischen Hoheit, G-BA mit den Leistungsregeln und regulierte KI-Anbieter mit der zertifizierten Navigation gestalten dieselbe neue Eingangsschicht, jeder mit einem Teil, den die anderen nicht haben. Wer es schafft, diese Teile zusammenzubringen, gewinnt am meisten. Dabei ist die teuerste Schicht die regulierte: Ein zertifiziertes Medizinprodukt ist schwerer zu verdrängen als Geld oder Wissen, und genau dort entstehen die Burggräben.
Die Chance ist groß, wenn Steuerung Patientennutzen meint und nicht nur eine schönere Oberfläche. Mit interoperablen Daten und durchdachten Prozessen wird aus Gatekeeping echte Orientierung, Menschen finden schneller zur richtigen Versorgung. Der größte Hebel ist die Patiententür, und sie ist noch zu gestalten. AMBOSS und Tandem bauen für Profis, aber wer die erste Frage der Patient:innen beantwortet, ob Prof. Valmeds kommende Laien-Version, die ePA-App der Kassen oder Player wie Doctolib, gestaltet den Zugang zum ganzen System. Hier ist für deutsche und europäische Player gerade am meisten zu gewinnen. Die spannende Frage der nächsten 18 Monate ist nicht, ob KI ins deutsche Gesundheitssystem kommt. Sie ist längst da. Die Frage ist, wie wir der vorhandenen Nachfrage eine sichere, zugelassene Eingangstür bauen und wer sie gemeinsam baut.
Quellen
BMG-Digitalstrategie „Gemeinsam Digital 2026"
GeDIG-Referentenentwurf (06.05.2026) und Stellungnahmen von KBV, vdek, AOK, BVKJ
HCHE/Schreyögg-Evaluation der TK-HzV-Verträge
Bundesnetzagentur und BMG zu KI-Reallaboren
Prof. Valmed (erste MDR-Klasse-IIb-Zulassung für LLM-Entscheidungssupport, VDE/AIQ) und angekündigte Patientenversion
ChatGPT Health (OpenAI, Launch 07.01.2026) sowie Mount-Sinai-/Nature-Medicine-Triage-Studie (Feb. 2026)
HLTH-Europe-Panel „AI, Care Coordination & the Future of Healthcare"
Pro Tipp
Wer heute ein Digital-Health-Produkt baut, sollte die Grenze zwischen Information und Entscheidungssteuerung sehr genau kennen: Sobald eine KI-Software eine medizinische Zweckbestimmung hat, ist sie unter dem AI Act Hochrisiko und muss ab dem 2. August 2027 MDR und AI Act gleichzeitig erfüllen. Bewerben Sie sich frühzeitig um einen Platz in den gesundheitsspezifischen KI-Reallaboren des BMG, denn wer die Blueprints für Konformitätsunterlagen mitgestaltet, prägt die Spielregeln für den gesamten Markt. Und richten Sie den Blick auf die Patiententür: Dort, wo die erste Frage abends am Smartphone gestellt wird, ist für europäische Player aktuell am meisten zu gewinnen.
FAQ
F: Was ist die digitale Eingangstür ins Gesundheitssystem?
A: Gemeint ist ein digitaler Navigationslayer auf Basis der elektronischen Patientenakte, der den Einstieg ins Gesundheitssystem steuert. Angedockt werden eine qualitätsgesicherte digitale Ersteinschätzung, Terminvermittlung und elektronische Überweisung, angestoßen aus einer App. Nicht der Hausarzt, sondern wer diese Akte verwaltet und die Versorgungswege steuert, sitzt an der Eingangstür.
F: Was regelt das GeDIG im Gesundheitswesen?
A: Das GeDIG, das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen, liegt seit dem 6. Mai 2026 als Referentenentwurf vor. Es macht den digitalen Versorgungseinstieg über die ePA-App der Kassen operativ, stärkt die gematik und erweitert die Rechte der Krankenkassen, Versichertendaten auszuwerten und in eigenen Reallaboren datengestützte Versorgung zu erproben. Kritiker wie der BVKJ sehen darin einen gefährlichen Paradigmenwechsel, weil Kassen bis in die Behandlungssteuerung hineinreichen.
F: Warum funktioniert das Primärarztsystem als Gatekeeper nicht?
A: Eine Evaluation des Hamburg Center for Health Economics unter Jonas Schreyögg untersuchte die Hausarztzentrierte Versorgung anhand der TK-Verträge in 13 Bundesländern. Die Hausarztkontakte sanken nur minimal, die Facharztkontakte stiegen sogar, und es entstanden über 160 Millionen Euro Mehrkosten pro Jahr allein bei der TK. Der Befund verschärft die Debatte über Gatekeeping ausgerechnet bei dem Modell, das als Blaupause für die geplante Reform galt.
F: Wie zuverlässig ist ChatGPT Health für die medizinische Ersteinschätzung?
A: Eine unabhängige Studie von Mount Sinai in Nature Medicine vom Februar 2026 fand erhebliche Fehleinschätzungen. Über die Hälfte echter Notfälle, 52 Prozent, wurde untertriagiert, während viele harmlose Fälle übertriagiert wurden. Deshalb ist weder freies Gewährenlassen noch ein Verbot tragfähig, sondern nur der Mittelweg aus validierten Werkzeugen, klarer Zweckbestimmung und sicherer Plattform.
Fazit
Nicht der Hausarzt entscheidet über die Zukunft der Versorgung, sondern wer den digitalen Navigationslayer aus ePA, Triage und Überweisung kontrolliert. Das GeDIG verschiebt diese Macht spürbar Richtung Krankenkassen, doch der eigentliche Gewinn liegt in der Patiententür, die bislang niemand überzeugend besetzt. Wer validierte, zertifizierte Werkzeuge mit echtem Patientennutzen zusammenbringt, statt nur eine schönere Oberfläche zu bauen, gestaltet den Zugang zum gesamten System.
Die Autorin

Inga Bergen
Expertin für Digital Health & AI I Moderator | Founder | Angel Investor
"Visionäre der Gesundheit " Gründerin Inga Bergen ist eine der promintesten Stimmen für eine menschzentrierte Digitalisierung des Gesundheitswesens. Seit 15+ Jahren an der Schnittstelle von Technologie, Medizin und Gesellschaft. Im erfolgreichen Podcast und Newsletter "Visionäre der Gesundheit" ordnet Inga die digitale und KI-Transformation des Gesundheitswesens ein.
Trends. Eingeorgeordnet. Weitergedacht.
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